Ein richtig gutes Interview…

By Stephan

… mit Volker Beck und Parzany kann man hier nachlesen. Interessant und ein bisschen lustig ist, dass Beck Parzanys „…das steht aber so in der Bibel!“ – Argumente ebenfalls mit Zitaten aus der Bibel beantwortet. Wer hätte das gedacht? (Auch wenn er nicht alles richtig zitiert, war es doch recht überraschend!) Traurig eher, dass Parzany außer der evangelikalen Keule nix zu bieten hat…

2 Antworten zu „Ein richtig gutes Interview…“

  1. Norbert sagt:

    Ein wirklich gutes Interview, aber so richtig bringt es mich auch nicht weiter. Der eine (Beck) besteht darauf, dass Homosexualität nicht therapiefähig ist und jeder der anders darüber denkt sich der Diskriminierung von Minderheiten schuldig macht. Der andere (Parzany) hat mit seinem biblischen Ansatz auch recht. Aber beide reden doch am eigentlichen Thema vorbei. Nämlich vorbei an den Menschen die eine bestimmte sexuelle Orientierung an sich feststellen und eine Veränderung an sich wünschen oder die Möglichkeit einer Veränderung nicht ausschliessen wollen. Für solche Menschen muss es ein Beratungsangebot geben bei dem sie niemand, in ihrer Freiheit auf Entscheidung für eine mögliche Veränderung diffamiert. Solche Angebote sind ergebnisoffen und die beratene Person entscheidet frei welches Ergebnis aus der Beratung sie für sich in Anspruch nimmt. Veränderung oder nicht, ohne Pflicht zur Rechtfertigung. Übrigens: Wüstenstrom e. V. zum Beispiel führt aus, dass nur ca. ein Viertel der von Wüstenstrom beratenen Personen einen homosexuelle Orientierung haben oder hatten. Ausserdem rät z. B. Wüstenstrom nicht grundsätzlich zu Veränderung. Solche Tatsachen lassen die Diskutanten aber gerne unter den Tisch fallen.

  2. Stephan sagt:

    Richtig, das ist der Punkt, den Beck (aus seiner Sicht auch wieder logisch!) nicht wahrhaben will: Es gibt Menschen, die merken, dass da was eben nicht stimmt und es gar nicht in Ordnung ist. Aber Parzany hätte das eben viel besser darstellen können als nur diese eindimensionale Sicht. Mich bringt es übrigens auch nicht wirklich weiter, denn mir fehlt (auf das Thema bezogen ;-) ) da auch die letztendliche theologische Orientierung. Ich stimm dir also zu, dass es am wichtigsten bleibt, das konkrete Gegenüber wertzuschätzen, anstatt sich in theologischer Rechthaberei zu verlieren.

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