Hier noch der Link zur Reportage in der ARD Mediathek
Nachtrag zu Heilung unerwünscht
Oktober 23, 2009 von StephanHeilung unerwünscht
Oktober 23, 2009 von StephanMit ungläubigem Blick und absoluter Fassungslosigkeit schaue ich grad eine Reportage auf Phoenix, in der es um ein Präparat geht, das so gut wie ohne Nebenwirkungen gegen Neurodermitis und Schuppenflechte hilft. Nur, dass es eben seit Jahren nicht auf den Markt kommt, weil es zu billig, zu wirksam und zu gut ist. Die Pharmakonzerne würden dadurch Verlust machen, weil ihre (wesentlich schlechteren und teureren) Präparate deswegen weniger Absatz finden würden. Dass Millionen Menschen dadurch geholfen werden könnte, ist für diese Unternehmen überhaupt kein Argument. Es geht um Profit und nicht um Menschen. Zeichen einer Welt, die absolut vom Wahnsinn regiert wird…
Von Maultaschen, Kartons und Milliarden
Oktober 22, 2009 von StephanDass etwas faul ist in unserem Staat ist ja (leider) kein Geheimnis. Dass es aber immer dreister und verzerrter wird, sollte einem zu denken geben. Was mir so Schwierigkeiten macht ist der Begriff des „Rechts“ bzw. „Gerechtigkeit“.
Es ist rechtens – im Sinne vom Gesetz und Urteil – Mitarbeitern wegen Bagatellfällen nach über 27 Jahren Betriebszugehörigkeit zu kündigen. Das Vertrauensverhältnis sei – egal bei welchem Gegenwert der „gestohlenen“ Güter – zerstört und könne nicht mehr hergestellt werden, so die Begründung z.B. im „Maultaschenfall“ oder auch von heute im Falle von ein paar Kartons.
Muss ich wieder mal nachdenken. Mein Vertrauensverhältnis zu einigen meiner Mitarbeiter (und wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Politiker das) ist auch nicht wieder herzustellen, nachdem man ins Gesicht belogen, um Milliarden betrogen und immer aufs neue hintergangen wurde. Ganz zu schweigen von Managern… Aber die besitzen eine Form der Immunität, die mir schleierhaft erscheint. Welchen Sinn macht ein Gesetz, das nur für einen Teil der Menschen gilt? Ich spreche von Fakten, nicht von der Theorie!!
Jetzt zur Gerechtigkeit. In mir sträubt sich alles, wenn ich angesichts derlei Vorfälle überhaupt diesen Begriff verwenden muss. Es stinkt so klar zum Himmel und ist eine Beleidigung für meine Auffassung von Gerechtigkeit.
Ich weiß v.a. nicht, wem ich das ins Gesicht schreien muss, damit mein Frust und mein Ärger endlich mal irgendwo gehört wird. Kann es sein, dass das der eigentliche Geniestreich ist? Dass man das System so schön komplex gestaltet hat, dass man niemand mehr dafür wirklich zur Verantwortung ziehen kann, es sei denn, jemand übernimmt sie von sich aus? Es tummeln sich zwar tausende „da oben“, aber verantwortlich ist irgendwie niemand. Diabolisch genial!
Keine Angst, ich bin absolut kein Vertreter von Verschwörungstheorien und dergleichen. Ich halte es für noch viel schlimmer als das. Ich denke, dass dieses System momentan überhaupt von niemandem mehr gelenkt wird. Wie ein Bus voller Leute, bei dem der Fahrer längst ausgestiegen ist und man jetzt durch Gewichtsverlagerung versucht, das Ding auf Kurs zu halten.
Frei nach dem Motto: Haltet die Welt an, ich will aussteigen!
Ökumene?
Oktober 21, 2009 von StephanWenn man das Wort übersetzt, heißt oikoumene „die ganze bewohnte Erde“. Hm, mal kurz nachdenken. Wenn ich heute in die Zeitung schaue, dann empfehlen dort beide großen Kirchen, am ökumenischen Kirchentag, nicht das jeweils „falsch-konfessionierte“ (oder wie nennt man das denn?) Abendmahl zu besuchen, da dies der Ökumene (diesmal im Sinne von „Dialog der christlichen Kirchen“) mehr schaden als nützen würde. Zitat von Johannes Friedrich im Nordbayrischen Kurier von heute: „Nach meiner Erfahrung gibt es keinen ökumenischen Fortschritt durch öffentlichen Druck – im Gegenteil: Das gemeinsame Abendmahl beim letzten Ökumenischen Kirchentag hat der Ökumene geschadet!“
Also zusammengefasst… die praktizierte Ökumene schadet der Ökumene!? Kapier ich immer noch nicht, ich bin wieder mal zu dumm dafür.
Vielleicht liegt es wie so oft an einem Oben – Unten Gefälle. Das, was die dort oben – wer auch immer das sein mag – aufgrund von historischen Zwängen und politischem Kalkül empfehlen, entfernt sich meiner Meinung nach zunehmend von der Basis. Nimmt man Jesus als Vorbild, dann kann man etwas Interessantes entdecken. ER blieb eben nicht „da oben“ sondern hat sich zu uns „nach unten“ begeben, um genau die anzusprechen, die von denen „da oben“ ausgeschlossen wurden. Vielleicht hat ER ja auch zu wenig politisches Verständnis?! Damals war es denen „da oben“ auch gar nicht so recht, dass Jesus durch öffentlichen Druck „da unten“ ihre schöne Ruhe durcheinander gebracht hat. Es könnte also auch sein, dass an der Basis gelebte Ökumene nur einer bestimmten „da oben Ökumene“ schadet. Damit könnte ich übrigens sehr gut leben…




